Schweizer Cornichons weiterhin auf Wachstumskurs

Schweizer Cornichons weiterhin auf Wachstumskurs

Reitzel (Suisse) SA setzt sein Engagement für die Rettung der Schweizer Gürkchen fort. In diesem Jahr kann das Unternehmen auf weitere Anbaupartner zählen. Insgesamt zwölf eidgenössische Betriebe haben sich 2018 auf das Abenteuer eingelassen und Ende Juni mit der Ernte ihrer kostbaren Kürbisgewächse begonnen.

2018-07-06

Schwieriger Anbau

Der Anbau von Cornichons ist schwierig und kostenintensiv. In der Schweiz sind die feinen Gürkchen, die hier über Jahrhunderte angebaut wurden, daher nach und nach von den Feldern verschwunden. Die Pflänzchen sind tatsächlich recht anspruchsvoll: Ihre Früchte müssen während der Erntezeit im Sommer fast täglich von Hand gepflückt werden, denn sie können an nur einem Tag rund einen Zentimeter wachsen. Das bedeutet einen hohen Bedarf an Erntehelfern und entsprechende Kosten.

 

Zwölf Produzenten stellen sich der Herausforderung

Trotz dieser Schwierigkeiten haben sich im Frühjahr 2018 zwölf Produzenten gefunden, die sich mit der Unterstützung von Reitzel an den Cornichon-Anbau wagen: Neun von ihnen sitzen in der Deutschschweiz, in den Kantonen Thurgau, Sankt Gallen, Bern, Aargau und Zürich, drei produzieren in der Westschweiz, in den Kantonen Waadt und Wallis. Nach der Aussaat und Pflanzung im Mai hat die Ernte der Früchte nun gerade begonnen. Ende August dürften die Felder abgeerntet sein.

Im Jahr 2017 beteiligten sich schon zehn Bauern an diesem Abenteuer, 2016 waren es erst fünf. Auf rund zehn Hektaren Anbaufläche wurden im letzten Jahr mehr als 400 Tonnen Cornichons/Gurken geerntet (und 255 Tonnen im Jahr 2016).

 

Ihr Ziel: den Anbau wieder ankurbeln und lokale Produkte fördern

Reitzel (Suisse) SA ist bisher der einzige Akteur im Markt, der Cornichons/Gurken aus Schweizer Anbau anbietet. Lokale Produkte sind für das Unternehmen aus Aigle inzwischen ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt, wie Bernard Poupon, der Geschäftsführer von Reitzel, erklärt: «Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit Schweizer Landwirten und haben für die Vermarktung unserer Pickles aus eidgenössischem Anbau sogar eine eigene Marke geschaffen: HUGO.»

Die Wiederbelebung der hiesigen Cornichon-Produktion hat allerdings nur eine Zukunft, wenn sie von den Schweizer Konsumenten und Handelsunternehmen gestützt wird – wie etwa von Coop: Das Unternehmen begleitet die Initiative von Reitzel seit 2016 und bietet die Cornichons und Gurken der Marke HUGO in seinen Läden in der Schweiz an. Das bestätigt auch Herr. Altermatt von Coop : «Wo immer möglich unterstützen wir Projekte mit heimischen Produkten. Der Anbau durch Schweizer Bauern sowie die Verarbeitung in der Schweiz sind für uns eine grosse Motivation, solche Produkte zu fördern. Unsere Kunden schätzen es sehr, eine grosse Anzahl von regionalen Produkten in unseren Regalen zu finden».